Gemeinsam für den Ernstfall: THW und DLRG trainiere organisationsübergreifend

Gemeinsame Übung vom THW und DLRG.

Ein gemeinsames Übungswochenende haben das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Sarstedt, und der Wasserrettungszug des DLRG Bezirks Hildesheim absolviert. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hilfsorganisationen weiter zu stärken und die unterschiedlichen Fähigkeiten im praktischen Einsatz kennenzulernen. Für das Ausbildungswochenende reisten die Einsatzkräfte auf ein THW-Gelände im Landkreis Nienburg. Die direkte Lage an der Weser bot ideale Voraussetzungen, um verschiedene Einsatzszenarien realitätsnah zu trainieren.

Nach der Anreise am Freitag richteten die Helferinnen und Helfer zunächst ihr gemeinsames Lager ein. Der Abend klang in geselliger Runde am Lagerfeuer aus und bot bereits die erste Gelegenheit, sich organisationsübergreifend auszutauschen. Der Sonnabend stand ganz im Zeichen der Ausbildung. Zunächst trainierten die einzelnen Fachgruppen und Einheiten ihre jeweiligen Fähigkeiten und stellten diese den anderen Teilnehmenden vor. Am Nachmittag folgte schließlich eine umfangreiche Einsatzübung, bei der verschiedene Einsatzaufträge gemeinsam abgearbeitet werden mussten. „Uns war wichtig, dass die Einsatzkräfte nicht nur die Fähigkeiten der jeweils anderen Organisation kennenlernen, sondern diese auch direkt gemeinsam anwenden können“, erklärt Marc Stanusch, Leiter Einsatz des DLRG Bezirks Hildesheim.

So seilten sich die Strömungsretter der DLRG Sarstedt und Harsum von einem durch das THW errichteten Turm aus Einsatz-Gerüst-System (EGS) ab und wurden anschließend direkt von einem Rettungsboot der DLRG aufgenommen. Parallel bargen Taucher der DLRG Harsum einen versenkten Gegenstand, der anschließend mit Unterstützung des THW an Land gebracht wurde. Neben den einzelnen Übungsszenarien stand vor allem das gemeinsame Arbeiten auf und am Wasser im Mittelpunkt. „Gerade bei Hochwasserlagen oder anderen Großschadensereignissen arbeiten THW und DLRG regelmäßig Hand in Hand – beispielsweise beim Aufbau oder der Sicherung von Sandsackwällen vom Wasser aus. Deshalb ist es wichtig, die Arbeitsweise der jeweils anderen Organisation zu kennen und bereits im Vorfeld gemeinsam zu trainieren“, erläutert Stanusch. Den Abschluss des Wochenendes bildete die gemeinsame Rückfahrt am Sonntag. Alle Fahrzeuge verlegten in einem geschlossenen Verband zurück in ihre Heimatstandorte. Auch das Fahren im Verband will geübt sein. Besonders bei Hochwasserlagen oder überregionalen Einsätzen kommt es regelmäßig vor, dass mehrere Einheiten gemeinsam verlegen. Deshalb ist auch diese Ausbildung ein wichtiger Bestandteil unserer Einsatzvorbereitung.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das gemeinsame Ausbildungswochenende war ein voller Erfolg. Neben vielen praktischen Erfahrungen konnten bestehende Kontakte vertieft und neue geknüpft werden. Einig war man sich ebenfalls darin, dass dies nicht das letzte gemeinsame Übungswochenende gewesen sein soll.

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